Rufmord an der Soulsängerin Angelika Weiz | #72 Wikihausen

Groteskes und Postfaktisches präsentiert von Markus Fiedler.

Angelika Weiz ist eine Soul- und Gospelsängerin. Sie ist geboren und aufgewachsen in der ehemaligen DDR. Sie war unbequem und wusste sich mit dem Unrechtsstaat der DDR anzulegen. Trotzdem war es ihr möglich, dort als Künstlerin zu arbeiten.

Nun hat sich die Wikipedia auf sie eingeschossen und sie zum Abschuss freigegeben. Warum? Tja, weil sie sich mit den falschen Leuten getroffen hat. Und wer die falschen Leute sind, das sagt uns die Wikipedia.

3 thoughts on “Rufmord an der Soulsängerin Angelika Weiz | #72 Wikihausen”

  1. „Suchtverhalten“ ist der korrekte Begriff, für jemanden der seinen Lebensinhalt scheinbar darin sieht, 24/7 Verdienst-los zu malöchern. Was hier nicht in Rechnung gestellt wird (warum eigentlich nicht?), ist die Tatsache, daß Geheimdienste für derartige Dauerarbeiter auch hübsche Belohnungen auslobigen. Abgesehen davon, daß sie diese PR-Agenten auch ausbilden. Die Netanjahuregierung hatte ein regelrechtes Programm dahingehend auf den Weg gebracht, da muss man nicht lange googlen, um drauf zu kommen, „Hasbara 2.0“ sei als Einstieg empfohlen. Von daher wundert mich die – unwidersprochen gebliebene – ´Naivität´ des zugeschalteten Telefonjokers. Die Krönung von allem ist seine Vermutung, daß die Transatlantifa innerhalb der Wikipedia in Wirklichkeit völlig unpolitisch sei – und ihre Zensurmassnahmen lediglich auf zu wenig Sozialkontakt mit den (durch sie gemaßregelten) Eintrag-willigen zurückgingen. Das passiere dann auch noch „reflexartig“, ohne bösen Willen. Come on!

  2. BAD GATEWAY 502 (HTML-Serverfehler) auf serv1.wiki-tube.d. Laut isitdownrightnow.com geht es nicht nur mir so. Ist das Zensur oder ist der Server tatsächlich ausgefallen? serv2.wiki-tube.de liefert glücklicherweise noch ein Backup nur halt bisher noch ohne die Folge 72.

  3. Markus Fiedler klagt zu Recht an, daß der privat-personelle Umgang (z.b. mit Verfemten) nichts in einem Nachschlagewerk zu suchen hat, das sich als sachlich und objektiv bezeichnet. Es sei, so kommentiert er unterm Video “ ein Unterschied, ob man sich in einer kleinen Gruppe darüber unterhält oder aber die Wikipedia das in sie Welt bläst.“ — Ich würd mir sogar in einer kleinen Gruppe als Ohrenzeuge Kontaktschuldkritik verbitten. „Der kennt übrigens Scientologen.“ „Die war mal mit einem Stasi-Mann im Bett.“ „Der hat in seiner Clique auch´n Nazi dabei“ – wer so herlabert unterscheidet sich nicht von den Feindbildern, mit denen er framed. Selbst wenn Frau Weiz jemand in ihrem Freundeskreis hätte, der den Holocaust leugnet wäre das Wurst. So lange sie selbst keine demokratiefeindlichen oder gewaltverherrlichende Positionen („Den hat man vergessen zu vergasen!“) bezieht.
    Abgesehen davon ist die Unduldsamkeit des Transatlantikzirkus eine echte Zumutung. Jeder Querdenker, Altlinke, Strammrechte etc. muss sich dessen Positionen sein ganzes Leben quer durch die Medienlandschaft geben (und den Quark dann auch noch finanzieren) – aber wenn unsereins auch nur wagt, im privaten Umfeld oder ebensolchen Chatgruppen die falschen Meinungen zu äussern oder gar nur zu dulden rückt 1,2,3 die Gedankenpolizei aus.

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