Dokumentation: Die dunkle Seite der Wikipedia

Autoren: Markus Fiedler, Frank Michael Speer

Drehbuch und Regie: Markus Fiedler

Anmerkung: Einer der im Film erwähnten Protagonisten namens „Kopilot“ ist nach wie vor in der Wikipedia aktiv und zwar unter dem Namen „EinBeitrag“.

Zum Film: In der Wikipedia gibt es totalitäre bzw. mafiöse Sozialstrukturen, die in Teilen der Online-Enzyklopädie eine sachliche Diskussion bzw. Editierung von Artikeln unmöglich machen. Besonders in politischen und sozialwissenschaftlichen Themenfeldern agieren einige besonders problematische Sichter und Administratoren. Wir weisen am Beispiel des Wikipediaartikels zur Person von Dr. Daniele Ganser nach, dass hierin gezielt Rufmord betrieben wird. Die Methoden dazu umfassen u.a. falsche Zitate, sinnentstellte Zitate, selektive Negativquellenauswahl, Zulassen von Quellen aus unsachlichen meinungsmachenden Zeitungsartikeln, ungewöhnliche bis sehr sportliche (sprich: absichtlich falsche) Auslegung der Wikipediaregeln. Auch versteckte semantische Textverknüpfungen, die aber psychologisch sehr wirksam sind, werden genutzt, um im Subtext Negativinformationen zu transportieren. So wird beispielsweise Dr. Daniele Ganser ohne bestehende Quellenbasis eine Nähe zu Holocaustleugnern angedichtet. Die Mainstream-Medien berichten in der Masse fast ausschließlich wohlwollend über das Onlinelexikon. Es werden zwar (letztendlich erfolglose) Angriffe von Werbefirmen von außen auf die Wikipedia thematisiert, nicht aber die äußerst problematischen Wikipediaautoren in den jeweiligen Führunsgzirkeln. Diese gruppieren sich (nach Themen spezifisch) rund um bestimmte Administratoren und Sichter und gestalten einzelne politisch relevante Artikel gezielt unsachlich. Wir enttarnen zwei der Hauptakteure („Kopilot“ und „Phi“) im Artikel zu Daniele Ganser einerseits als Klavierlehrer aus Melle und andererseits als Historiker und Geschichtslehrer aus Hamburg mit Klarnamennennung.

12 thoughts on “Dokumentation: Die dunkle Seite der Wikipedia”

  1. Die Reputation von Telepolis stelle ich aber inwischen ganz stark in Frage. Zwar wird in der Vielzahl von Artikeln durchaus ein Spektrum abgelbildet, und nicht nur eine einzige Seite.
    Aber die pure Überschuss der aus pseudolinker oder gar antideutscher Sicht geschriebenen Artikle fällt gegenüber der unterepräsentierten „klassischen“ linken Sicht (Solidarität unter Gleichbetroffenen, Blick auf die soziale Situation der Mehrheit, aber besonders auf die Situation der Schwächstens, Unterrepräsentierten, Abgehängten, Klassenbewußtsein, Antiimperialismus, Staatsfern, Basisdemokratisch, Antimilitaristisch, …) schon sehr auf.

    Die besondere Funktion von Telepolis liegt aber in den Foren. Und das eigentlich mehr als auffällige Manipulieren der Tendenz der Beiträge ist der wesentliche Operator an der „öffentlichen Meinung“.
    Hier fallen auf: ein „Stall“ von Provokateuren und „beißwütigen“ Verteidigern der „offiziellen Narrative“, „Verschwörungstheorie-Debunkern“, Russlandhassern und schlichten Hetzern und Trolle, die aber auffällig ungesteuert agieren dürfen. Dazu kommt eine Moderation mit auffällgier, antideutscher Schlagseite.

    Insgesamt wird dort ein Gesamteindruck gepflegt, der letztlich die offiziellen Narrative stützt mit einem leicht linken, ich würde eher sagen, pseudolinken Einschlag in Richtung Gender-, Feminismus-, Klima-Angst-, Pro-Israel-Agenda, sowie Pseudo-Antifaschismus auf der Basis einer grundfalschen Faschismus-Analyse.

    1. So in etwa stimme ich der Beschreibung zur Gesamtlage zu.
      Allerdings finde ich es in Summe nicht weiter schlimm, denn die Vielzahl von Autoren bei Telepolis ist groß und auch wenn das Lager der Identitäspolitischen / antideutschen Linken nicht klein ist, so ist sie für meinen Geschmack dennoch nicht überdominant. Es gibt jedenfalls noch zahlreiche Autoren außerhalb dieses Lagers.
      In sofern begrüße ich das sogar eher, denn ansonsten würde ich wohl in meiner kleinen Filterblase versinken.

      Zum Forum: Das Löschen bzw. Verschieben von Beiträgen in die „Trollecke“ ist durchaus nicht wenig. Das Forum war in meiner Erinnerung aber auch noch nie ein Kuschelkurs, sondern immer schon ein hart umkämpfter Marktplatz der Meinungen, inkl. harter Ansagen und unfreundlicher Beleidigungen. Das sollte man schon abkönnen und wenn man sich davon nicht mitreißen lässt, dann kann man dort recht frei von Löschangst diskutieren. ich kann mich z.B. in den letzten 10 Jahren nur an einem Fall erinnern, wo ein Beitrag von mir entfernt wurde und der war auch eher ein Kollateralschaden, denn der gesamte Thread wurde entfernt und ich hatte dort in irgendeinem Unterzweig was geschrieben.
      Ich bin heise jedenfalls in Summe sehr dankbar dafür, dass sie diesen öffentlichen Platz für Diskussionen noch bereitstellen, denn viele andere tun das nicht mehr. In den Kommentarfunktionen der großen Verlagsseiten oder der Öffentlich Rechtlichen versuche ich es schon gar nicht mehr. Egal wie sachlich man dort unterwegs ist, man braucht nur das in den Augen der Betreiber falsche Narrativ verfolgen und schon ist man raus.

      1. zu Rossi: Die TP-Foren sind nichts weiter als Beschäftigungstherapie-Plätze und Widerstands-Ableiter. man hat ja seine Meinung gesagt, danach kann man wieder seinen alten Trott weitermachen und das kranke System schön unterstüzten.

        Wo Sie dort Diskussion festgestellt haben wollen, ist mir ein Rätsel. Insbesondere die amtlich bestallten Dauertroller dort tun nichts anderes als Hauptmedien-Narrative rezitieren, Provokationen abfeuern und andere beschimpfen.
        Klar, jeder dem es Spass macht kann dort sich das Gefühl abholen, wengistens etwas gesagt zu haben. Und wenn man schön brav ist, bekommt man auch keine auf dei Tatzen und wird veröffentlicht. kostenloser Kontent und Klicks für Heise. Viel Spass dabei.

        1. Die stellt man dann fest, wenn man der durchaus vorhandenen Aggression mit Entspannung begegnet. Dann kann man durchaus auch im Telepolis Forum interessante Diskussionen führen. Das bedeutet natürlich nicht, dass das immer funktioniert. Im Vergleich zum Umgangstan im Usenet der 90er ist das Telepolis Forum fast wie in Kindergarten…

  2. So weit ich weiss ist der Gründer von Wikipedia doch US Amerikaner, also darf man sich über solche Aktionen wie von Phi und Kopilot nicht wundern.

  3. Früher haben die Prof. von HTW Dresden (FH) noch ihr Passbild in das HIS (Hochschul Informations System) eingespeichert. Damals gab es schon Bombendrohungen vor der Prüfung. Schließlich gibt jetzt es die Prof. in HIS meistens ohne Foto.
    Einmal war ich auf der CeBit mit einem narzistischen Kollegen. Wir trafen einen Bundeswahr Dienstgrad (kein Offizier) in grünem Kampfanzug bei seinem Schützenpanzerwagen. Ich fragte ihn: „Was ist Ihnen lieber, ein stärkerer oder ein schwächerer Gegner“. „Mein Gott“ sagte der Kollege (es war ihm peinlich). Der Kämpfer sagte nur: „Das ist eine schwierige Frage“. Es stellte sich heraus, dass Afghanistan Soldaten inzwischen eine Lebensversicherung abschließen konnten um ihre Hinterbliebenen zu schützen. Bei welchem Versicherungsunternehmen? Das wusste er auch nicht.
    Wo man hinguckt: Überall dieser wichtige Beruf „Türsteher“, Diskothek, Personalfirma, Pharma-Konferenz. Frauen sagen mir: Sag nicht immer solche Dinge. Das spricht sich rum. Du kriegst bald keine Arbeit mehr. Bald gibt es keine Arbeit mehr für alle, Ware kommt mit Lieferdienst. Aber Türsteher „sind gekommen um zu bleiben“.
    Ich wünsche mir eine Bewegung der öffentlich Bediensteten, die endlich in allen Zeitungen schreiben, was für ein Pyramidensystem das demnächst mal werden soll (oder immer schon ist).

    1. Ich vermute, daß dies jetzt im wikihausen-Kanal hochgeladen wurde, hängt damit zusammen, daß der Film bei KenFM nicht mehr zugänglich ist. Daher wird es sich wohl um eine der alten Versionen handeln.

      Wenn der Admin schon keine Zeit zum Kommentarefreischalten hat, wird er sich nicht noch an seien alten Filmen abarbeiten.

  4. Vielleicht wäre es mal eine Sendung wert, wenn mal all die durch Wikipedia in Verruf gebrachten Personen in einem Film genannt werden und wer maßgeblich an der Schädigung beteiligt war.

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